Automatikuhrwerk

Automatikuhrwerk

Was ist ein Automatikuhrwerk?

Grundsätzlich ist ein Automatikuhrwerk nur eine besondere Form eines mechanischen Uhrwerks. Die Besonderheit liegt darin, dass ein Automatikuhrwerk kinetische Energie in potentielle Energie umwandeln kann. Dieser Mechanismus funktioniert, indem die Uhr durch das Träger bewegt wird. So werden Zugfedern im Uhrwerk gespannt und die entstehende kinetische Energie wird mittels einer kleinen Getriebekette an das Federhaus weitergegeben. 

Die Automatikuhr mit beidseitigem Aufzug

Automatikuhren mit beidseitig wirkendem Aufzug haben ein Wechselgetriebe, welches die Rotorbewegungen angleicht. Dadurch kann die Energieerzeugung unabhängig von der Drehrichtung erfolgen. 

Revolutioniert wurde der Rotoraufzug von der Rohwerkefabrik Felsa im Jahre 1942. Erstmals wurde eine kleinen Wippe eingebaut, die Reduktionsgetriebe und Federhaus, abhängig von Rotordrehrichtung über ein oder zwei Zahnräder, miteinander verband. So konnten die Patente des Hauses Rolex umgangen werden. 

Auch andere Hersteller, wie Longines, konnten mit neune Erfindungen den Patentmarkt aufstocken. So wirkte auch beim Modell „22 A“ die Schwungmasse beidseitig. Polarisiert wurde das Ganze durch einen Exzenterwechsler in Verbindung mit einem System aus Schalt- und Sperrklinken. 

Die größte Weichenstellung erfolgte im Jahre 1948 durch den Ingenieur Heinrich Stamm, der den Rotor um ein Miniatur-Kugellager kreisen lies. Dadurch konnten sowohl Lagerreibung als auch Bruchgefahr verringert werden. Zusammen mit dem Wechselgetriebe, das mit federlosen Klinken funktionierte, konnte der Verschleiß drastisch minimiert werden. 

Im Jahr 1944 wurde der „Pellaton“-Aufzug bekannt. Besonders daran ist die Kurvenscheibe in Verbindung mit einem speziellen Schaltklinken-System. Dieses System nimmt sowohl de Aufgaben der Rücklaufsperre als auch des Aufzugs war. 

Im Jahr 1973 setzte sich dann aber doch der einseitige Aufzug von Edmond Capt durch. Dieser war vor allem auf energetische Effizienz und Wartungsfreundlichkeit bedacht. Trotz der relativ simplen Technik gehört dieses Automatikuhrwerk auch heute noch zu den am besten verkauften Uhrwerken auf dem Markt mechanischer Uhrwerke. 

Das Reduktionsgetriebe

Anders als das Wechselgetriebe ist das Reduktionsgetriebe für jedes Automatikuhrwerk essentiell. Es wandelt die schnellen Bewegungen des Rotors in langsamere Bewegungen mit erhöhtem Drehmoment um, um die Zugfeder spannbar zu machen. 

Das äußere Federende ist dabei am Haken eines Gleitzaums befestigt, welcher an der Innenwand des Federhauses entlang gleitet, sobald das vordefinierte Spannungsmaximum erreicht ist.

Bewegung ist bei einer Automatikuhr (fast) alles

Von zentraler Bedeutung ist jedoch bei der Automatikuhr die Bewegung. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Uhr einwandfrei funktioniert. Nur so kann die kinetische Energie erzeugt werden, die zum Spannen der Zugfeder notwendig ist. Die Uhr muss also regelmäßig getragen oder auf irgendeine andere Weisen bewegt werden.

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